Ist das Küken noch unbefiedert, also sieht man an etlichen Stellen noch die Haut, dann handelt es sich noch um einen Nestling, der Hilfe benötigt.

 

Kontrollieren Sie die nahe Umgebung, ob man das Nest sieht. Schauen Sie vor allem auch nach oben, vielleicht ist in der Nähe eine Hecke, Busch oder Baum.

 

Wenn Sie das Nest erreichen können, dann setzen Sie das Küken zurück.

Haben Sie keine Bedenken das Küken mit bloßen Händen anzufassen, denn die meisten Vögel haben keinen besonders guten Geruchssinn und nehmen das Küken problemlos wieder an.

 

Wenn kein Nest zu finden oder es nicht erreichbar ist, dann bringen Sie das Küken schnellstmöglich zu einer geeigneten Aufzuchtstation oder zu einem Tierarzt, der sich mit Vögeln auskennt. Geeignete Anlaufstellen finden Sie hier.

 

Versuchen Sie das Küken warm zu halten. Je weniger Federn ein Jungvogel hat,

desto schneller unterkühlt er. Halten Sie ihn in der warmen Hand, setzen Sie ihn

in ein Körbchen mit Wärmflasche. Es geht auch ein mit warmen Wasser gefüllter

Gefrierbeutel. Vorsicht, nicht überhitzen!

Geben Sie dem Jungvogel hin und wieder ein Tröpfchen Wasser auf die Schnabelspitze. Füttern Sie das Küken nur im Notfall und wenn Sie sich sicher sind, dass Sie wissen, um welche Vogelart es sich handelt und was der Jungvogel fressen darf. Füttern Sie keinesfalls Brot, Milch, Eigelb oder Quark/Frischkäse! Für viele Küken bedeutet diese gutgemeinte aber falsche Nahrung den sicheren Tod! Der Jungvogel frisst alles, wenn es Hunger hat, weiß aber nicht was gut für ihn ist.

Die meisten Waldvogelküken brauchen Fluginsekten wie Heimchen, Fliegen, Mücken, etc.