A - D

Andenkondor

 

Lat.:           Vultur gryphus

Engl.:          Andean condor

Heimat:       von Perus bis Feuerland

 

Der Andenkondor hat eine Spannweite von 3,2 Metern und damit die größte aller lebenden Vögel. Mit einem Gewicht von bis zu 15 kg zählt er außerdem mit zu den schwersten flugfähigen Vögeln weltweit. Er ist ein Bewohner der Anden, in welchen er dank der Aufwinde und guter Thermik stundenlang ohne auch nur einen einzigen Flügelschlag segeln kann. Seine Nahrung besteht ausschließlich aus Aas. Neuste Gen-Analysen haben gezeigt, dass Neuweltgeier sich zwar ähnlich entwickelt haben wie unsere heimischen Greifvögel und Geier, aber eher mit den Störchen verwandt sind und wahrscheinlich keinen direkten, gemeinsamen Vorfahren teilen.

Austernfischer

 

Latein:        Haematopus ostralegus

Englisch:     oystercatcher

Heimat:       Amerika, Europa, Asien, Afrika,
                 Australien

 

Der Austernfischer bewohnt die Küstengebiete fast aller Erdteile. Er lebt gesellig in Dünen- und Wattland oder im küstennahen Marschland und ist auch zur Brutzeit in Trupps von 10 – 20 Vögeln anzutreffen. Als Nest dient eine flache Erdmulde, die mit Muschelschalen und Kieselsteinen ausgelegt ist. Das aus 2 – 4 Eiern bestehende Gelege wird abwechselnd von beiden Eltern bebrütet. Seine Nahrung besteht aus Würmern, Krebsen und Insekten.

Australischer Zebrafink

 

Latein:        Taeniopygia guttata

Englisch:     Zebra Finch

Heimat:       Australien und Insel Sunda

 

Der Zebrafink bewohnt offenes, mit einzelnen Bäumen oder Büschen bestandenes Grasland in der Nähe von Wasser. Er nimmt aber auch mit dem Stachelkopfgrasland Inneraustraliens vorlieb und ist in den dichter besiedelten Gebieten zum Bewohner der von Menschen geschaffenen Kulturlandschaften geworden. Neben der Wildfarbe entstanden zahlreiche verschiedenfarbige Zuchtrassen.



Bachstelze

 

Lat.:           Motacilla alba

Engl.:          white wagtail

Heimat:       Europa, Asien, Südostgrönland & Alaska

 

Die kontrastreich schwarz-weiß-grau gefiederte Bachstelze ist bei uns in Deutschland die am häufigsten anzutreffende und brütende Stelzenart überhaupt. Charakteristisch für Stelzen ist das stetige „wippen“ mit dem Schwanz. Besonders häufig ist die Bachstelze in Gewässernähe anzutreffen, wo sie nach kleinen Insekten sucht. Aber auch an Wiesen und Feldränder ist sie regelmäßig anzutreffen. Die Geschlechtsreife wird meist mit einem Jahr erreicht. Normalerweise sind Bachstelzen Zugvögel, die nach der Rückkehr aus ihren Winterquartieren in Nordafrika und Südwesteuropa in Nischen und Höhlungen ihr Nest baut und dort pro Brut zwischen 3 – 6 Jungvögel aufzieht.

Baikalente

 

Lat.:                    Anas formosa

Engl.:                   Baikal Teal, Baikal duck

Heimat:                Ostsibirien, Zugvogel im Winter

                           in Japan und China

 

 

Die Baikalente gehört zu den Entenvögeln. Sie erreicht eine Größe von 30 – 40 cm und wird 39 – 43 cm lang. Ihre Spannweite beträgt ca. 30 cm und wird bis zu 500g schwer. Beheimatet ist sie in Ostsibirien. Die Baikalente ist ein Zugvogel und überwintert in Japan und China. Ihr Gelege besteht aus 6 – 10 Eiern. Wenn die Jungen geschlüpft sind haben sie ein Gewicht von ca. 30 g. Geschlechtsreif ist sie nach 11 – 12 Monaten. Die Trag- und Brutzeit beträgt 24 – 28 Tage. Als Gründelente versorgt sie sich mit pflanzlicher und kleintierischer Nahrung am Boden von Tümpeln, Seen oder Flussläufen. Ihr natürlicher Feind sind die Raubtiere. Sie zählt zu den stark gefährdeten Arten.

Balistar

 

Latein:        Leucopsar rothschildi

Englisch:     Rothschild's Mynah

Heimat:       Asien Indonesien, Bali

 

Der schöne weiße Balistar ist in seinem Verbreitungsgebiet bereits sehr selten geworden und er zählt daher zu den gefährdeten und vom Aussterben bedrohten Tierarten unserer Erde. Dank der guten und erfolgreichen Zuchtergebnisse in den Zoos und Vogelparks könnte es gelingen, diesen prächtigen Star zu erhalten.



Bartkauz

 

Latein:        Strix nebulosa lapponica

Englisch:     Great grey owl

Heimat:       Nordamerika, Nordeuropa, Asien,

                  Kanada Alaska, Sibirien

 

Der in zwei Unterarten vorkommende Bartkauz bewohnt ausgedehnte Nadelwälder. Tagsüber und während der Nacht jagt er meist vom Ansitz aus. Er verzehrt hauptsächlich Kleinsäuger, dabei erbeutet er besonders gerne Mäuse und Eichhörnchen. Gelegentlich macht er auch Jagd auf Vögel bis Hühnergröße. Er nistet auf hohen, alten Bäumen in großen Greifvogelhorsten. Das Gelege besteht aus 3 – 6 Eiern. Die Fortpflanzung ist vom Nahrungsangebot abhängig.



Bartmeise

 

Lat.:           Panurus biarmicus

Engl.:          bearded reedling

Heimat:       Süd-Europa & Mittelasien

 

Die Bartmeise ist ein typischer Bewohner der Schilfgürtel stehender und langsam fliesender Gewässer. Namensgebend sind die beiden schwarzen Bartstreifen. Dank ihrer braun-grauen Färbung ist sie zwischen den Schilfstängeln perfekt getarnt. Ihre Nahrung besteht im Winter größtenteils aus Schilfsamen, sowie den Sämerein anderer Gräser. Im Frühjahr und Sommer werden Insekten und Spinnen durch geschicktes Klettern zwischen den Schilfstängel erbeutet. In warmen, insektenreichen Jahren brüten Bartmeisen bis zu drei mal. Dadurch nehmen die Bestände teils sehr stark zu. Gleichzeitig kommt es aber auch in sehr kalten Wintern zum Aussterben ganzer Populationen.

Bauer’s-Ringsittich

 

Heimat: Zentralgebiete von West- und Süd-Australiens bis Flinders Range

 

Der schöne Bauer’s-Ringsittich bewohnt paarweise, in Familien oder kleinen Truppen die offenen Waldgebiete, das Buschland und die bewachsenen Flussläufe im westlichen und südlichen Australien. Seine Nahrung besteht aus Gras- und anderen Bodensamen aus Beeren, Obst und Getreidekörnern. Das aus 4 – 6 Eiern bestehende Gelege ist meist in hohlen Ästen von Eukalyptusbäumen zu finden.



Blauflügel-Kookaburra

 

Latein:        Dacelo leachii

Englisch:     Blue-winged Kookaburra

Heimat:       Australien, Neuguinea, Indonesien

 

Der Blauflügel-Kookaburra wird auch als Haubenliest bezeichnet. Er bewohnt paarweise oder in kleinen Gruppen offenes Waldgelände, Parks und Gärten. Seine Nahrung besteht aus kleinen Kriechtieren, Schlangen, Insekten, Krabben und Jungvögeln. In hohlen Baumstämmen legt er ein Nest an oder benutzt die ausgehölten Nester von Baumtermiten. Das Gelege umfasst meist 2 – 4 Eier.



Blauracke

 

Lat.:           Coracias garrulus

Engl.:          roller

Heimat:       Südliches Europa und bis Zentral-Asien

 

Die Blauracke ist die einzige Vertreterin der Rackenvögel, die bis in den südeuropäischen Raum beheimatet, mittlerweile aber vielerorts ausgestorben, ist. Es handelt sich um intensiv blau gefärbte, mittelgroße Vögel, welche meist recht offen auf einem Ansitz auf Beute wartet. Diese besteht größtenteils aus Insekten und Würmer, aber auch aus kleinen Säugetieren und nestjungen Vögeln. Die nördlichen Populationen sind Langstreckenzieher, d. h. im Herbst wandern diese Vögel dann bis nach Zentral- und Südafrika, um dort zu überwintern. Gebrütet wird in geräumigen Spechthöhlen, oder in Löchern von Uferböschungen. Beide Partner brüten die 4 – 6 Eier- und ziehen die Jungvögel auf.

Blaustirn-Amazone

 

Latein:        Amazona aestiva

Englisch:     Blue-fronted Amazon

Heimat:       Südamerika

 

Die Blaustirn- oder Rotbugamazone bewohnt in großen Schwärmen Waldgebiete und Kulturpflanzen in Brasilien. Das Verbreitungsgebiet reicht von Piaui und Pernambuko bis Rio Grande do Sul. Zur Brutzeit sondern sich die einzelnen Paare von den Schwärmen ab. Das aus 2 – 5 Eiern bestehend Gelege wird in einer Baumhöhle ausgebrütet. Als Nahrung dienen dieser Amazone Früchte, Beeren, Samen, Nüsse, Blüten und Blattknospen.


Blaustirn-Rotschwanzsittich

 

Latein:        Pyrrhura picta

Englisch:     Painted Conure

Heimat:       Südamerika

 

Der Blaustirn-Rotschwanzsittich wird auch als Blaunackensittich bezeichnet. Die Nominatform ist im Bauratal in Venezuela, in Guayana, Surinam und Cayenne verbreitet. Er bewohnt die tropischen Urwälder in der Nähe von Flussläufen. Als Nahrung sucht er Samen aller Art, Beeren, Früchte und Nüsse. Gelegentlich verzehrt er auch Insekten und deren Larven. Das Gelege wird in einer Baum- oder Asthöhle ausgebrütet.



Blutschnabelweber

 

Latein:        Quelea quelea

Englisch:     Red-billed Quelea

Heimat:       Afrika

 

Der in mehreren Unterarten vorkommende Blutschnabelweber bewohnt Steppen, Savannen, Kulturland und feuchte Gebiete. Er lebt und brütet in riesigen Kolonien. Mehrere hundert kunstvoll gewobenen Nester sind auf einem Baum oder hängen zwischen Schilf und hohen Gräsern. Das Gelege besteht aus 2 – 4 Eiern. Er verzehrt Samen, Getreidekörner und während der Brutzeit auch Termiten. Die Nacht verbringt er zu Tausenden im Buschwald.



 

Brahma

 

Name:         Brahma

Heimat:       Hinterindien

 

Dieses große, federfüßige Huhn ist eine Kreuzung aus Cochin und Malaien. Es stammt aus der Provinz Assam in Hinterindien, und zwar längs des Brahmaputra-Flusses. Im Jahre 1852 kamen helle Brahma nach England und 1853 dunkle Brahma von Amerika nach England. Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Rasse in Deutschland eingeführt. Das wetterharte Fleischhuhn mit guter Legeleistung wird heute in vielen Farbschlägen gezüchtet.

 

 

Brandente

 

Name:         Brandente, Brandgans

Lat. :           Tadorna tadorna

Engl.:          Shellduck

                    Heimat:       Europa, Asien, Afrika

 

Die Brutgebiete dieses auffallend bunt gefärbten Entenvogels sind Küstenlandschaften mit Brackwasser. Das recht große Gelege wird in verlassenen Erdhöhlen von Fuchs- und Kaninchenbauten ausgebrütet. Aus diesem Grund wird die Brandgans oder Brandente auch als Höhlengans bezeichnet. Die Männchen tragen an der Schnabelwurzel einen auffälligen Höcker, welcher den Weibchen fehlt.

Braunkopfliest

 

Lat.:           Halcyon albiventris

Engl.:          brown-hooded kingfisher

Heimat:       Afrika, südlich des Äquators

 

Der Braunkopfliest ist eine afrikanische Eisvogelart, welche sich auch an das leben in trockneren Regionen angepasst hat. Im Zuge dieser Anpassung besteht seine Hauptnahrung nicht mehr nur aus Fischen, sondern aus Insekten und kleine Reptilien sowie Amphibien. Auch sein Brutverhalten hat er entsprechend seiner Lebensbedingungen angepasst, und benutz zum brüten nicht nur selbstgegrabene Höhlen in Uferböschungen, sondern auch Baumhöhlen. Hier legt das Weibchen 3 bis 6 weiße Eier. Während der Brut- und Aufzuchtszeit verhalten sich Braunkopflieste ausgesprochen territorial und vertreiben jeden Artgenossen sowie auch jedes andere Tier vom Nistplatz.

Brautente

 

Latein:        Aix sponsa

Englisch:     Wood Duck

Heimat:       Nordamerika, Kanada

        

Die Brautente (Aix sponsa) ist eine Vogelart aus der Familie der Entenvögel (Anatidae). Ihr natürliches Verbreitungsgebiet sind die USA und Nordkanada. Sie lebt an Waldseen und ist an ein Leben in Waldgebieten angepasst. Bevorzugt brüten sie in verlassenen Nisthöhlen von Spechten. Vereinzelt aber auch in freier Wildbahn, dort als Höhlenbrüter am liebsten in hohlen Weiden oder auch in Gebäuden. Die Küken springen wenige Stunden nach dem Schlupf mehrere Meter auf den Erdboden hinab, um der Mutter zum nächsten Gewässer zu folgen. Brautenten sind sehr manövrierfähige Flieger, sie durchfliegen auch geschickt dichte Waldbestände. Sie zählen heute zu den häufigsten Enten Nordamerikas. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren ihre Bestände stark zurückgegangen, man musste schon ihr Aussterben befürchten. Dank zahlreicher Schutzmaßnahmen hat sich der Bestand dieser Art wieder stark erholt.

Dank ihres kontrastreichen Prachtkleides, werden die Männchen gerne als Ziergeflügel gehalten.



Buchfink

 

Lat.:           Fringilla coelebs

Engl.:          chaffinch

Heimat:       Europa, Asien, Afrika

 

Der Buchfink ist im gesamten Westen der nördlichen Alten Welt zu Hause. Er breitet sich immer weiter in Richtung Osten aus. Er brütet fas überall, wo sich hohe Laub- und Nadelbäume befinden. In Parkanlagen, Gärten, in Baumhecken, sogar bis zur Baumgrenze in den Alpen ist er anzutreffen. Er wurde früher wegen seiner Gesangskunst, der sogenannten „Finkenschläge“ von den Vogelliebhabern gehalten

Californische Schopfwachtel

 

Lat.:           Lophortys californica

Engl.:          California quail

Heimat:       Nordamerika

 

Die Kalifornische Schopfwachtel hat ihre Heimat an Hängen und Tälern der Pazifischen Küste Nordamerikas. Ihre Brutgebiete sind Eichenwälder und Hartlaubgehölze. Das Nest wird als Erdmulde angelegt, ausgepolstert mit wenigen Halmen und Blättern. Das Gelege umfasst 9 – 17 weißliche, braungefleckte Eicher. Als Kulturfolger eingebürgert in Utah, Neumexiko, Brit. Kolumbien, Neuseeland und Chile.


Choliba Kreischeulen

 

Name:                  Choliba-Kreischeule, Choliba Eule,

                           Tropen Schreieule

Lat.:                    Megascops choliba

Engl.:                   tropical screech owl

Heimat:                Südamerika

 

Die Choliba-Kreischeule gehört zu den mittelgroßen nachtaktiven Eulen. Sie erreicht eine Größe von 23 cm. Beheimatet ist sie in Südamerika. Diese Art ist polymorph, d.h. es gibt sie in drei Farbvarianten: Graubraun, Hellbraun und Rotbraun. Ihr Gelege besteht aus bis zu 3 Eiern. Die Brutzeit beträgt ca. 24 Tage. Sie ernährt sich von Säugetieren, Mäusen, Ratten, Insekten, Faltern, Spinnen und Käfern.


Diamantentäubchen

 

Latein:        Geopelia cuneata

Englisch:     Diamond Dove

Heimat:       Australien

 

Das Diamantentäubchen bewohnt paarweise oder in kleinen Gruppen die mit Trockenbusch und lichten Savannenwäldern bestandenen Ebenen Nord- und Mittelaustraliens. Dort können die Temperaturen auf über 60°C ansteigen. Im heißen Sand nimmt es mit Vorliebe Sonnenbäder. Die Nahrung wird am Erdboden gesucht. Sie besteht aus kleinen Sämereien aller Art. Das kleine, lose gebaute Nest steht niedrig in einem Baum oder Busch. Das Gelege besteht aus 2 Eiern.



Dompfaff

 

Lat.:           Pyrrhula pyrrhula

Engl.:          bullfinch

Heimat:       Europa, Asien

 

Von Europa bis Ostasien ist der Dompfaff oder Gimpel in 12 Unterarten Brutvogel in Nadel- und Laubwäldern, Parkanlagen, Gärten und Fluren. Sie nisten in einer Höhe von 1,50 m in jungen Nadelbäumen, selten in Laubholzhecken. Das Weibchen kann mit Kanarienvögeln gekreuzt werden. Der Dompfaff kann in den Volieren der Vogelliebhaber recht zahm werden.

A – D      E – H      I – L      M – P      Q – S      T - Z