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Rabenkrähe

 

Latein:        Corvus corone

Englisch:     ravencraw

Heimat:       Europa, Asien, Russland

 

Die Aaskrähe kommt in verschiedenen Unterarten in Europa vor. In Westeuropa die Rabenkrähe und in Nord-, Ost- und Südosteuropa die Nebelkrähe. Das Verbreitungsgebiet beider Arten trifft aufeinander. Bei uns in Deutschland liegt diese Vermischungszone in etwa auf Höhe der Elbe. Hier trifft man beide Unterarten an und es kann zu Mischehen kommen. Sie ist ein sehr häufiger Brutvogel, der überall anzutreffen ist. Bestandseinbrüche durch Verfolgung, dies vor allen in früheren Jahren, können schnell wieder ausgeglichen werden.

Rabenkrähen bevorzugen offene bis halboffene Landschaften mit Bäumen, Sträuchern, Alleen und Waldrändern. Dichte Wälder meidet die Aaskrähe. Sie ist teils Kulturfolger und daher auch in Städten und Dörfern an zutreffen.

Rabenkrähen sind Allesfresser. Vom Junghasen bis zu Schnecken. Getreide, Samen und Früchte.

Geht auch an Jungvögel und räumt Nester von Rebhühnern und Fasanen aus.

Die Nahrung wird im Flug oder aber zu Fuß gesucht. Systematisch werden z. b. Hecken oder auch Straßenränder abgegangen oder auch abgeflogen. Muschel- oder Krebstiere werden im Flug auf einen harten Untergrund geworfen. Auch das Abjagen der Beute anderer Tieren kommt vor.

Rabenkrähen sind nach zwei Jahren Geschlechtsreif. Langjährige Verbindungen der Paare sind nachgewiesen. Die Revierbildung beginnt schon im Januar. Ihre Nester legen sie hoch auf Bäumen an. Alte Nester können wieder benutzt werden. Legebeginn ist Ende März. Bis zu sechs, farblich sehr variable Eier. Meist nur eine Jahresbrut. Zur Brutzeit wird jeder, der sich dem Nest als vermeintlicher Angreifer nähert auf das heftigste attackiert.



Rauhfußkauz

 

Lat.:           Aegolius funereus

Engl.:          boreal owl

Heimat:       Eurasien, Nordamerika

 

Kleine, baumbewohnende Eule mit großen, hohem Gesichtsschleier und nahe beieinander liegenden Augen, die der Art einen überraschten Gesichtsausdruck verleihen. Der Flug ist geradlinig mit schnellen Flügelschlägen und geraden Gleitphasen. Bei Tag ruhen Rauhfußkäuze in dichtem Geäst; sie sin nachtaktiv, jagen aber auch tagsüber, wenn Junge gefüttert werden müssen. Sie ernähren sich hauptsächlich von Wald-, Wühl- und Spitzmäusen sowie Kleinvögeln. Rufe: Rasche Folge melodischer Heultöne, an eine Okarina erinnernd.


Reiherente

 

Latein:        Aythya fuligula

Englisch:     Tufted Duck

Heimat:       Europa, Asien

 

Diese Tauchente mit ihrem zierlichen Schopf bewohnt mit Ausnahme der nördlichen Tundra den Norden Europas und Asiens. Sie nistet besonders gern in Möwen- und Seeschwalbenkolonien. Im Winter finden wir die Reiherente nicht selten auf den Parkseen und Flüssen inmitten unserer Städte. Wie alle Tauchenten läuft sie vor dem Auffliegen eine Strecke flügelschlagend über die Wasserfläche.



Reisfink

 

Lat.:           Padda oryzivora

Engl.:          Java finch

Heimat:       Asien, Afrika

 

Unser größter Prachtfink, der Reisfink, wurde vom Menschen aus seiner ursprünglichen Heimat, den grasbewachsenen, strauchwerkbestandenen Landschaften der Insel Java und Bali in vielen Gebieten verschleppt und dort eingebürgert. Er ist in Japan Haustier geworden. Die weiße Zuchtform wurde zuerst in China und anschließend in Japan gezüchtet.

Rosenköpfchen

 

Latein:        Agapornis roseicollis

Englisch:     Peach-faced Lovebird

Heimat:       Afrika

 

Baubestandene Steppen in der Nähe von Wasser sind der Lebensraum des Rosenköpfchens. Sein sehr sorgfältig gebautes Nest wird in Baumhöhlen, teils in verlassenen Nestern des Mahali- und des Siedelwebers angelegt. Rindenstücke werden zwischen die gesträubten und dann wieder geglätteten Bürzelfedern gesteckt und in die Bruthöhle eingetragen. Nur das Weibchen beteiligt sich am Nestbau.



Rostkappenpapagei

 

Lat.:           Pionites leucogaster

Engl.:          white-bellied caique

Heimat:       Südamerika

 

Der Rostkappenpapagei, auch Weißbauchpapagei genannt, ist ein typischer Bewohner der tropischen Zonen Südamerikas. Dort hält er sich mit Vorliebe an den Rändern der Flussläufe auf. In Paaren, Familien oder Gruppen sind die Rostkappenpapageien die längste Zeit des Tages auf hohen Bäumen anzutreffen, wo sie Früchte d, Beeren und Samen als Nahrung suchen.


Rotbauchsittich

 

Latein:        Pyrrhura p. perlata

Englisch:     Crimson-bellied Conure

Heimat:       Südamerika, Amazonas, Brasilien

 

Der Rotbauchsittich ist der schönste Sittich seiner Gattung. Sein Verbreitungsgebiet liegt in Brasilien vom Rio Madeira bis zum Rio Tapajoz und südwärts bis Nord-Mato Grosso. Er lebt meist paarweise oder in kleineren Schwärmen in den Baumkronen der Urwälder. Seine Nahrung besteht aus Sämereien und Früchten. Gelegentlich verzehrt er auch Insekten. Da Gelege wird in einer Baumhöhle ausgebrütet. Er ist anfänglich sehr scheu.



Rotschulterente

 

Lat.:           Callonetta leucophrys

Engl.:          ringed teal

Heimat:       Südamerika

 

Das Verbreitungsgebiet der Rotschulterente reicht von Süd-Bolivien, Paraguay, Südwest- und Süd-Brasilien bis nach Nord-Argentinien und Uruguay. Sie zählt zu den Glanzenten, welche Teiche, Flüsse und Sümpfe in locker bewaldeter Landschaft oder in dichtem Wald bewohnen. Mit ihren spitzen und starken Zehenkrallen können diese Enten gut aufbaumen. Ihre Nester findet man daher fast immer in Baumhöhlen.


Rußköpfchen

 

Latein:        Agapornis nigrigenis

Englisch:     Black-cheeked Lovebird

Heimat:      Afrika, Sambia

 

Das Rußköpfchen ist im Südwesten von Sambia beheimatet. In kleineren Gruppen lebt es an bewaldeten Flusstälern in 600 – 1.000 m Höhe. Die Nahrung besteht aus Samen aller Art, Früchten, Beeren, Blattknospen und Blüten. Vor allem morgens und abends fliegt es zu den Wasserstellen. Das Nest wird in Baumhöhlen oder unter Dächern angelegt, es werden aber auch verlassene Nester von Webervögeln benutzt. Das Gelege besteht aus 4 – 6 Eiern.


Säbelschnäbler

 

Latein:        Recurvirostra avosetta

Englisch:     black-capped avocet

Heimat:      Europa; Asien, Afrika

 

Schlammige Stilwasserbuchten und Schlickwatten des Meeres sowie salzhaltige und brackige Flachseen im Küstengebiet und Binnenland bilden den Lebensraum des Säbelschnäblers. Mit seinem aufwärtsgebogenen Schnabel kann er vorzüglich Insekten, Weichtiere, kleine Krebse und andere kleine Nahrung aus dem Wasser und Schlamm herausseihen. Er lebt gesellig in Kolonien. Die Nistplätze liegen bevorzugt in flachen Uferzonen, welche durch Hochwasser öfters gefährdet sind.

 

Sandregenpfeifer

 

Lat.:           Charadrius hiaticula

Engl.:          common ringed plover

Heimat:       Nordamerika, Grönland, Europa. Asien

 

Der Sandregenpfeifer brütet an Meeresküsten, auf Sans- und Kiesstränden, Schlickflächen und an Brackwasserseen. In einer ausgescharrten Bodenmulde werden 4 Eier ausgebrütet. Oft 2 Jahresbruten. Um von Eiern oder Jungen abzulenken, simuliert er eine Verletzung und läuft mit hängendem Flügel vor dem Feind her. Die Nahrung besteht aus Weich- und Krebstieren, Insekten, Larven und etwas pflanzlicher Kost. Zugvogel, wandert bis an die Küsten von Süd-Afrika.


Schafstelze

 

Lat.:           Motacilla flava

Engl.:          yellow wagtail

Heimat:       westliches Mitteleuropa, Skandinavien,
                  Großbritannien

 

In Deutschland sind je nach Jahreszeit fünf verschiedenen Unterarten der Schafstelze anzutreffen. Diese unterscheiden sich in der Ausprägung der dunklen Färbung am Kopf bzw. Intensität der gelben Farbe an Brust und Bauch. Für Stelzen typisch, wippt auch die Schafstelze beim Laufen stetig mit ihrem Schwanz, welcher aber im Vergleich zu den anderen Stelzenarten relativ kurz ist. Die Nahrung besteht aus Insekten und anderen Wirbellosen. Ihr Nest errichten Schafstelzen meist in Büschen oder an Uferböschungen. Die Gelege bestehen aus bis zu 6 weißlichen Eiern mit graubrauner Sprenkelung. Nach nur 12 Tagen schlüpfen die Jungvögel, und verlassen nach weiteren 14 Tagen das Nest.


Schellente

 

Lat.:           Bucephala clangula clangula

Engl.:          Goldeneye

Heimat:       Europa, Asien, Nordamerika

 

Die 45 bis 50 cm große Schellente wiegt 500 g bis 1.300 g und erreicht eine Flügelspannweite bis zu 80 cm. Das Männchen hat ein schwarz-weißes Gefieder und einen dunkelgrünen Kopf. Zwischen dem Auge und dem schwarzen Schnabel gibt es einen weißen Fleck. Auffällig sind die leuchtend gelben Augen der Männchen, die auch der Grund für den englischen Namen „Goldeneye“ sind. Im Ruhekleid haben die Erpel ein ähnliches Gefieder wie die Weibchen. Adulte Männchen können von Weibchen jedoch durch das auffällige Flügelmuster unterschieden werden.

 

Das Weibchen hat ein graues Gefieder und einen dunkelbraunen Kopf ohne weißen Fleck. Von den sehr ähnlichen Weibchen der Spatelente unterscheiden sie sich durch das große weiße Feld auf den mittleren Armdecken. Die Beine sind rötlich gefärbt. Bei den Weibchen sind die Iris perlweiß.

 

Noch nicht geschlechtsreife Schellenten tragen ein Kleid wie die adulten Weibchen, sind insgesamt etwas bräunlicher. Das weiße Farbfeld im Flügel ist kleiner und weniger auffällig. Die Iris hat eine hellgraue Farbe. Die Männchen unter den Jungvögeln kann man an ihrer etwas größeren Körpergröße von den jungen Weibchen unterscheiden. Im ersten Prachtkleid haben die Erpel noch einen dunkelbraunen Kopf, der von schwarzen Federn durchsetzt ist. Bei einigen Individuen ist der weiße Wangenfleck zu diesem Zeitpunkt nur angedeutet.

 

Schildsittich

 

Latein:        Polytelis swainsonii

Englisch:     Superb Parrot

Heimat:       Australien

 

Das Verbreitungsgebiet des prächtigen Schildsittichs, auch Barrabandsittich genannt, liegt in der Nähe des Murrumbidgee River im südöstlichen Australien. Sein Nest baut er bevorzugt in tiefen Höhlungen von Baumstämmen. Das Gelege umfasst 4 – 6, seltener 7 Eier. Nach einer Nistzeit von 33 bis 35 Tagen verlassen die Jungen die Bruthöhle. Schildsittiche brüten nur einmal im Jahr.



Schneeeule

 

Lat.:           Bubo scandiacus

Engl.:          snow owl

Heimat:       Nordamerika, Grönland, Europa, Asien

 

Die Schneeeule bewohnt offene Tundralandschaften und nahezu vegetationslose Hügelland im hohen Norden. Sie wandert etwa alle 4 Jahre invasionsartig in Richtung Süden und sie ist dann auch in den Küstengebieten Deutschlands zu finden. Ausschlaggebend für diese Wanderung ist das Angebot von Beutetieren und die daraus resultierende Vermehrung. Hauptnahrung sind Lemminge und Wühlmäuse.

 

Schuppenkopfrötel

 

Lat.:           Cossypha albicapilla

Engl.:          white-crowned robin chat

Heimat:       Senegal, Guinea, Nigeria, Kamerun, Sudan & Äthiopien

 

Schuppenkopfrötel sind ausgesprochen aktive Vögel, welche die meiste Zeit des Tages hüpfend im Geäst von Büschen und Bäumen oder am Boden anzutreffen sind. Hier suchen sie nach kleinen Insekten und Wirbellosen, wobei auch süße Beeren, Früchte und Blüten ihren Speiseplan ergänzen. Meist sind sie paarweise unterwegs, manchmal aber auch in kleinen Gruppen. Diese bestehen dann aus einem Brutpaar und den Jungtieren der letzten Brut. Sie bauen ihre Nester in der bodennahen Vegetation, meist zwischen einem halben und zwei Metern über dem Boden. Hier legt das Weibchen seine 3 bis 4 Eier. Das Männchen versorgt das Weibchen und die Jungvögel während der Brutzeit mit Nahrung.


Schwarzkopf-Ruderente

 

 

Lat.:           Oxyura jamaicensis

Engl.:          ruddy duck

Heimat:       Nordamerika

 

Die Schwarzkopf-Ruderente ist Brutvogel im Nordwesten des mittleren Nordamerika. Ihre Überwinterungsgebiete liegen in Kalifornien, Mexiko, Florida und Karolina. Besonders interessant ist die Balz der Ruderente. Dabei stellt das Männchen seine Schwanzfedern steil auf und bietet dem Weibchen die leuchtendweiße Schwanzunterseite dar. Der Erpel beteiligt sich an der Aufzucht der Jungen.


Schwarzschwanz-Lärmvogel

 

Lat.:           Crinifer siscator

Engl.:          gray plantain-eater

Heimat:       Afrika

 

Bei den Vertretern der Lärmvögel handelt es sich um mittelgroße, ausschließlich Blätter und Früchte fressende Vögel. Sie bewohnen meist lichte Wälder Afrikas, wo sie paarweise oder in kleinen Gruppen im Blätterdach der Bäume auf Nahrungssuche gehen. Dort bewegen sie sich meist hüpfend und auf den Ästen laufend fort, un fliegen nur, um auf einen anderen Baum zu wechseln. In der Brutzeit verhalten sich die Paare anderen Lärmvögeln gegenüber sehr territorial. Die plattformartigen Nester aus kleinen Zweigen und Ästen werden in Bäumen angelegt. Dort legt das Weibchen 2 – 3 Eier und bebrütet diese, abwechselnd mit dem Männchen, 20 – 22 Tage, bis zum Schlupf der Jungtiere.


Seidenreiher

 

Lat.:           Egretta garzetta

Engl.:          little egret

Heimat:       Europa, Asien, Afrika, Indonesien, Australien

 

Der Seidenreiher bewohnt Sumpfgebiete mit Gebüsch und Bäumen, flachen Seen mit Schilfbestand und Flussdeltas. Er brütet in Kolonien auf Bäumen, oft zusammen mit anderen Reiherarten. Das Gelege besteht aus 3 – 5 Eiern. Als Nahrung erbeutet er Weichtiere, Frösche, Kaulquappen, kleine Fische, Spinnen, Insekten und Larven. Er wurde wegen den seidig schimmernden Schmuckfedern des Prachtgefieders gejagt und war vom Aussterben bedroht.


Seriema

 

Latein:        Cariama cristata

Englisch:     Red-legged Seriema

Heimat:       Südamerika, Amazonas, Brasilien,

                 Argentinien

 

Die Seriema ist in Bolivien, Brasilien, Paraguay und Argentinien verbreitet. Paarweise oder in kleineren Familiengruppen bewohnt sie offene Waldgebiete und Savannen mit Gebüsch, Kakteen und hohen Gräsern. Sie fliegt nur selten, kann aber schnell laufen. Ihre Nahrung besteht aus Echsen, Schlangen, Lurchen, Kleinsäugern, Früchten, Beeren, Samen und grünen Pflanzentrieben. Das Nest wird in einem Baum in 2 – 3 m Höhe gebaut. Das Gelege besteht aus 2 – 3 Eiern.



Silberbahamaente

 

Lat.:           Anas bahamensis

Engl.:          Bahama pintail

Heimat:       Südamerika bis Kuba

 

Sie erreicht eine Größe von ca. 30 cm. Ihre Spannweite beträgt ca. 50 cm und sie wird bis zu 500g schwer. Ihr Gelege besteht aus 8 – 12 Eiern. Wenn die Jungen geschlüpft sind haben sie ein Gewicht von ca. 30 g. Geschlechtsreif ist sie nach 11 – 12 Monaten. Die Trag- und Brutzeit beträgt 25 – 26 Tage. Sie ist eine Gündelente und versorgt sich überwiegend vegetarisch. Ihr natürlicher Feind sind die Raubtiere.


Silbermöwe

 

Lat.:           Larus argentatus

Engl.:         herring hull

Heimat:       Nord- & Westeuropa

 

Die Silbermöwe ist die häufigste bei uns in Deutschland anzutreffende Großmöwe, und an fast allen europäischen Küsten, Binnengewässern und großen Seen verbreitet. Ihre Körperlänge variiert je nach Geschlecht zwischen 55 – 67 cm und die Flügelspannweite beträgt zwischen 125 – 155 cm. Die Männchen sind deutlich größer und kräftiger als die Weibchen. Jungvögel weisen im Vergleich zu dem grau-weißen Gefieder und dem gelb-orangen Schnabel der Altvögel eine schmutzig braune Färbung auf. Erst im Alter von vier Jahren, also mit Eintritt der Geschlechtsreife, mausern sie endgültig um. Die 2 – 3 braun-gesprenkelten Eier werden 25 – 33 Tage bebrütet.


Smaragdente

 

Latein:        Anas platyrhynchos f. domesticus

Englisch:     Domestic duck

Heimat:       Amerika

 

Die Smaragdente stammt höchstwahrscheinlich vom amerikanischen Kontinent, genaueres ist weiß man nicht. Als Heimat vermutet man Ostindien und Brasilien. Die Smaragdenten kamen um 1850 aus Brasilien nach England. Sie wurde durch die Zoologische Gesellschaft zu London eingeführt. Dort wurde sie auf Kleinheit gezüchtet, denn man wollte ihre Zwergenhaftigkeit erhalten. Später gelangte die Smaragdente nach Deutschland, das genaue Jahr ist unbekannt. Man ist sich sicher, dass sie länger in Deutschland ist als die Cayugaente, die um 1875 importiert wurde.



Sonnenralle

 

Latein:        Eurypyga helias

Englisch:     sunbittern

Heimat:       Mittel- & Südamerika

 

Die Sonnenralle ist ein versteckt lebender Vogel der Fluss- und Seeufer tropischer Regenwälder. Dort sucht sie am Ufer nach Wasserinsekten, Amphibien und Krebstieren. Auch kleine Fische werden bei Gelegenheit erbeutet. Dank des braun-schwarzen Gefieders ist die Sonnenralle am Waldboden zwischen den Blättern perfekt getarnt. Während der Brutzeit finden sich die sonst eher einzelgängerisch lebenden Vögel als Paare zusammen und halten mittels eines langgezogenen Pfeiftons kontakt. Bei Bedrohung oder bei der Verteidigung des Nests spreizen Sonnenrallen ihre Flügel und versuchen den Angreifer mit ihren charakteristischen Augenflecken zu erschrecken und zu vertreiben.

 

Sonnensittich

 

Latein:        Aratinga solstitialis

                   Englisch:     Sun parakeet

                   Heimat:       Südamerika, Brasilien, Venezuela,

                                    Amazonas, Guyana, Surinam

 

 

 

Der zur Gattung der Keilschwanzsittiche zählende Sonnensittich ist nahe mit dem bekannten Jendayasittich verwandt. Während bei den ähnlich gefärbten Jendayasittichen die Unterflügeldecken schwarz, bzw. Orange-rot gefärbt sind, unterscheiden sich die Sonnensittiche durch gelbe Unterflügeldecken. Das Gelege besteht aus vier, seltener sechs Eiern. Nestzeit 50 Tage.

Sperbereule

 

Lat.:           Surnia ulula

Engl.:          hawk owl

Heimat:       boreale Nadelwälder der Holarktis

 

Die mittelgroße Sperbereule ist im Gegensatz zu den meisten anderen Vertretern der Eulen, Uhus und Käuze tagaktiv. Sie wird meist frei auf einer Warte sitzend und auf Beute lauernd angetroffen. Zu ihren Beutetieren gehören vor allem Mäuse und andere Kleinnager, aber auch Amphibien, kleine Vögel und große Insekten werden gerne gefressen. Die Geschlechtsreife erreichen Sperbereulen bereits im Alter von etwa 12 Monaten. Das Gelege umfasst je nach Nahrungsangebot 3 – 9 Eier und wird in Baumhöhlen abgelegt. Während das Weibchen die Eier bebrütet und die Jungtiere wärmt, wird es vom Männchen entsprechend mit Futter versorgt.

Sperlingskauz

Lat.:           Glaucidium passerinum

Engl.:          pygmy owl

Heimat:       Skandinavien, Polen Sibirien, Mitteleuropa

 

Der Sperlingskauz ist die kleinste einheimische Eule. Das Männchen ist mit etwa 16 cm kaum größer als ein Sperling, das Weibchen ist rund 2 cm größer. Der Eulenzwerg wiegt etwa 68 Gramm (Weibchen wiegen durchschnittlich 10 Gramm mehr) und hat eine Flügelspannweite von 35 – 38 cm.

 

Die kleinen Käuze kommen in Mitteleuropa in höheren Mittelgebirgen wie z.B. dem Schwarzwald und dem Bayrischen Wald sowie in den Alpen vor. Neuerdings wurden auch Brutversuche in tieferen Lagen festgestellt, vor allem in Nordbayern; aber sogar in der Lüneburger Heide fand ein Brutversuch statt.

 

Typisch für das Käuzchen sind die gelben Augen, die unter weißen "Augenbrauen" liegen. Sperlingskäuze sind hauptsächlich in der Abend- und Morgendämmerung aktiv; sie sind sehr lebhaft, wenig scheu und sitzen gern auf Wipfeltrieben von Fichten. Ältere Nadelwälder und Mischwälder sind der Lebensraum dieses Kauzes. Der Vogel brütet in Spechthöhlen. Legebeginn ist Anfang April bis Anfang Mai. Der Sperlingskauz legt alle zwei Tage ein Ei, bis das Gelege mit meistens 4-6 Eiern komplett ist. Nach etwa 28 Tagen schlüpfen die Jungen aus den Eiern. Sie erscheinen im Alter von 21-25 Tagen zum ersten Mal im Flugloch der Bruthöhle. Nach spätestens 5 Wochen fliegen die jungen Käuze aus, sie werden aber noch etwa vier Wochen von den Altvögeln betreut. Sperlingskäuze üben ihre Jagd auf Lichtungen, in kleinen Hochmooren und über Waldwiesen aus. Neben Mäusen erbeuten Sperlingskäuze auch Finken und Meisen. Normalerweise besteht die Nahrung des Sperlingskauzes zu zwei Dritteln aus Mäusen, bei hohem Schnee werden aber fast nur Kleinvögel erbeutet. Wer so klein ist, trägt ein großes Risiko. Neben Baummardern, die besonders den Jungen in der Höhle gefährlich werden, ergreifen Sperber, Habicht und Waldkauz Sperlingskäuze. Doch nicht ihre Feinde machen den Sperlingskäuzen zu schaffen, viel gefährlicher sind Veränderung und Zerstörung ihrer Lebensräume.


Spießente

 

Latein:        Anas acuta

Englisch:     Northern Pintail

Heimat:       Nordeuropa, Nordamerika,

                 Nordasien

 

Die Spießente hat ihren Namen auf Grund der spießartig verlängerten Schwanzfedern beim Prachtkleid des Männchens erhalten. Ihre Brutgebiete liegen in den gemäßigten Teilen Europas, Asiens und Nordamerikas. Sie ziehen zur Winterzeit Richtung Süden, wobei sie sich als ausgezeichnete Flieger erweisen. Ihr Lebensraum sind Gewässer mit Verlandungszonen. Auch an den Küsten ist sie häufig anzutreffen.



Sprenkelkauz

 

Latein:        Ciccaba virgata

Englisch:     Mottled Owl

Heimat:       Mittel- und Südamerika

 

Der Sprenkelkauz erreicht Körpergrößen von 30 - 35 Zentimeter. Sein Gefieder ist oberseits dunkelbraun mit hellen Flecken, die Unterseite ist weiß oder gelbbraun mit deutlichen dunkelbraunen Streifen. Dabei gibt es mehrere regional begrenzte Farbvarianten, bei denen die Sprenkeln der Oberseite in Streifen übergeht. Die Vögel der Amazonasniederung sind dagegen rötlichbraun, etwas größer und haben orangegelbe Streifen. Der Gesichtsschleier ist sehr gut ausgebildet und durch weiße Federn abgegrenzt.


Der Sprenkelkauz ist in seinem Verbreitungsgebiet sehr häufig. Er ist nachtaktiv und meistens Einzelgänger. Die Brutzeit startet im April - Mai und das Weibchen legt zwei schmutzig braune Eier in eine Baumhöhle oder einen verlassenen Greifvogelhorst.

Der Sprenkelkauz jagt vor allem Kleinsäuger, kleine Vögel und Reptilien sowie Insekten.



Star

 

Lat.:           Sturnus vulgaris

Engl.:          starling

Heimat:       Europa, Asien, Afrika, Nordamerika und

                 Australien

 

Der Star zählt mit zu den häufigsten Vögeln der Welt. Er ist mittlerweile durch Ausbreitung und gezielte Auswilderung auf allen Kontinenten heimisch. Nur in der Arktis und der Antarktis ist er nicht zu finden. Stare sind Schwarmvögel, welche besonders zum Zug in die Winterquartiere sich zu großen Gruppen zusammenfinden. Stellenweise tritt er in Schwärmen mit über einer Million Individuen auf. Lediglich während der Brutzeit ist er Rund um sein Nest, welches er in Baumhöhlen oder Nistkästen anlegt, gegenüber Artgenossen territorial. Es werden 3 bis 5 bläulich-grüne Eier gelegt, welche etwa 12 Tage bebrütet werden. Nach weiteren 3 Wochen verlassen die Jungvögel die Bruthöhle.


Steinhuhn

 

Lat.:          Alectoris graeca

Engl.:         Greek partridge

Heimat:       Europa, Asien

 

Das Steinhuhn gleicht nach Größe und Gestalt dem Rebhuhn. Beide Geschlechter sind gleich gefärbt. Die Läufe der Männchen tragen kurze Sporenhöcker. Das Gelege mit 9 bis 15 dickschaligen Eiern wird in 2 Nestmulden angelegt, wobei das eine Gelege von der Henne und das andere vom Hahn in 24 Tagen ausgebrütet wird. Von den 22 Unterarten ist das Alpensteinhuhn die bekannteste europäische Unterart.


Steinkauz

 

Latein:        Athene noctua

Englisch:     Little Owl

Heimat:       Europa, Asien, Afrika, Neuseeland

 

Der Steinkauz lebt als Standvogel meist in offenem Gelände mit lichtem Baumbestand und auf ausgedehntem Ackerland. Er brütet in Baum- oder Erdhöhlen. Mauern und Steinbrüchen. Das Gelege besteht aus 4 – 5 Eiern. Er jagt meist in der Dämmerung von einer Warte aus. Seine Nahrung besteht aus Feldmäusen und anderen kleinen Säugetieren, Vögeln, Fröschen, Eidechsen, größeren Insekten, Regenwürmern und Raupen. Er lebt in einer Dauerehe.



Streifengans

 

Lat.:           Anser indicus

Engl.:          bar-headed goose

Heimat:       Asien

 

Die Streifengans mit ihren zwei kennzeichnenden schwarzen Querbinden auf dem Hinterkopf brütet meist in Kolonien an den hochgelegenen Seen Zentralasiens.

Sie zieht vor Einbruch der Winterzeit südwärts bis nach Indien. Auf den Überwinterungsplätzen versammelt sie sich meist in großen Schwärmen.

 

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